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Patient*innenfahrdienste vor dem Systemkollaps

Der Verband der Kranken- und Behindertenfahrdienste e.V. (VdKBf) weist auf dramatische Auswirkungen der explodierten Kraftstoffkosten hin. Seit Beginn der Corona-Pandemie mussten sowohl Krankenhäuser als auch die Kranken- und Behindertenfahrdienste vielfältige Krisen bewältigten. Mit Beginn es Ukrainekrieges stiegen die Energiepreise. Inflation und steigende Lohnkosten führten zu weiteren Belastungen und nun erneut massiv gestiegene Kraftstoffpreise. Trotz Mahnungen und Bitten um Lösungsvorschläge bzw. einen Kraftstoffzuschlag für die Kranken- und Behindertenfahrten lehnen die Krankenkassen dies bisher ab.

Hierzu erklärt Inge Höger, die gesundheitspolitische Sprecherin der Linken in NRW: „Die Krankenkassen lassen die Patient*innenfahrdienste u.a. mit Verweis auf das sog. Beitragsstabilisierungsgesetz der Bundesregierung bluten. Schon vor den jüngsten extremen Preissteigerungen für Kraftstoffe waren die Vergütungssätze für Rettungsdienste äußerst knapp kalkuliert und deckten kaum die tatsächlichen Kosten. Nun wird der Preiskampf auf dem Rücken von schutzbedürftigen Dialyse-, Chemo- und Strahlentherapie-Patient*innen ausgetragen, die unversorgt zu Hause bleiben müssen, wenn die Rettungsdienste nicht mehr fahren. Die Rettungsdienst weisen darauf hin, dass dies ein wirtschaftlich erzwungener Stillstand sei.

Wir Linken sehen in Rettungs- und Notdienste keine zusätzlichen Kostentreiber. Sie sind unverzichtbar für eine gute Versorgung von Notfällen und für chronisch Erkrankte. Wir setzen uns für eine landesweit einheitliche Finanzierung der Rettungsdienste und für ausreichende Finanzierung der Krankenbeförderung durch die Kostenträger ein.

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