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Kuhlmann
ÜBERGABE MIT ABSTAND: (V.L.N.R.) PETRA WILLEMSEN, KLAUS GÖDE UND SIGRID LICHTENTHÄLER. —FOTO: KUHLMANN

Sarah Kuhlmann, DM, 14.04.2020

Jetzt brauchen die Helfer selbst Hilfe

DATTELN. In der Tafel herrscht Notbetrieb. Trotzdem gibt es mehr Arbeit als sonst. Und das, obwohl längst nicht genug Spenden ankommen.

Für die Dattelner Tafel ist die Corona-Krise eine schwere Zeit. Viele andere Einrichtungen in Deutschland mussten bereits schließen. Aber in Datteln will man – so gut es geht – weiter machen.

„Wir haben mehr Arbeit als sonst“, sagt Tanja Schürmann. „Viele Ehrenamtliche gehören zur Risikogruppe und dürfen deshalb im Moment nicht in der Einrichtung helfen. Bei uns läuft Notbetrieb.“ Doch es fehlt nicht nur an helfenden Händen. Zudem wird die Arbeit der Tafel erschwert, weil im Moment nur haltbare Lebensmittel und Hygienemittel wie Desinfektionsmittel oder Toilettenpapier gespendet werden dürfen. „Und die werden dann auf Stoffbeutel verteilt, so dass sich die Kunden eine fertig gepackte Tasche zu einer vorgegebenen Uhrzeit abholen können“, erklärt Tanja Schürmann. Tafelkunden, die der Risikogruppe angehören, sollen sich bei der Tafel telefonisch melden.

Auch an der Versöhnungskirche im Dattelner Süden können seit kurzem Spenden für die Tafel abgegeben werden. Über diese Möglichkeit und über das Engagement von Pfarrer Christian Hüging, der die Aktion vor Ort betreut, ist Tanja Schürmann mehr als froh. Von den Anwohnern werde diese Möglichkeit gut angenommen: Der ehrenamtliche Mitarbeiter Klaus Göde fährt im Moment täglich zur Versöhnungskirche, um Spenden abzuholen. Spenden, die bedürftigen Menschen in dieser Zeit noch mehr helfen.

Tanja Schürmann freut sich auch über die Spendenbereitschaft der Dattelner Unternehmen, Vereine und Parteien. Die Inhaber des Küchenstudios Kochbar, Niklas und Markus Steingrube, haben der Tafel eine Spende in Höhe von 500 Euro zukommen lassen. Sie möchten in dieser schwierigen Zeit die Menschen unterstützen, denen es nicht so gut geht. Die Dattelner Tafel erhält durch diese und weitere Spenden die Möglichkeit, die Lebensmittelversorgung in Zeiten der Corona-Krise weiter aufrechtzuerhalten. Eine Fußballgruppe, bestehend aus Vertretern Dattelner Unternehmen und einer Privatperson spenden gemeinsam zugunsten der Dattelner Tafel 750 Euro für Lebensmittel. Zusätzlich erhält die Dattelner Tafel noch weitere 150 Euro in Form von Essensgutscheinen. Hiermit können Kunden der Dattelner Tafel zur Stärkung der örtlichen Gastronomie beitragen. Möglich gemacht wird die Aktion durch: Frank Bartsch (Praxis für Ergo- und Physiotherapie), Jan Baron (Dachdecker), Frank Spottke (Allianz), Wulfert Bad und Heizung, Bernd Hasenbeck und Blenkers & Dinklage & Schneider (Rechtsanwälte). Auch die Partei Die Linke hat der Tafel viele Kisten voller haltbarer Lebensmittel gebracht. In denen befinden sich Suppen, Nudeln, Kaffee, Kakao und Stoffbeutel. „Wir gucken, wo Not ist, und setzen uns dort sozial ein“, sagt Petra Willemsen.

Spenden wie diese helfen der Tafel durch die schwere Zeit. „Wir sind sehr dankbar für all die Spenden“, verkündet Tanja Schürmann im Namen der gesamten Tafel.

Ausgabezeiten Dienstag von 9.30 bis 14.30 Uhr, Donnerstag von 13 bis 18 Uhr statt. Die Telefonsprechstunde erfolgt montags und mittwochs von 9 bis 11 Uhr unter 02363-565616.