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Weitergehende Informationen zu Gemeinwohl-Ökonomie

Wirtschaftspolitischer Diskurs am 21. Mai über nachhaltiges Wirtschaften

Gemeinwohl-Ökonomie: „Wirtschaft und Geld auf den Kopf gestellt“
International gefragter Bestsellerautor Christian Felber aus Wien zu Gast

Recklinghausen „Klimawandel, Migration, Armutsentwicklung, Wachstumsrückgang, drohende Finanzblase sowie Demokratieabbau – gibt es angesichts der drückenden sozialen und ökologischen Probleme profunde Alternativen zu den gegenwärtigen Irrwegen unserer globalen Wirtschaftsordnung?“
Zu diesen Fragen laden die Westfälische Hochschule, die VHS Recklinghausen, das iWiPo-Institut, die KAB, das Erwachsenenbildungsreferat der evangelischen Kirche und die Attac-Regionalgruppe gemeinsam zu einem öffentlichen Vortrags- und Diskussionsabend mit Magister Christian Felber und Prof. Dr. Heinz-Josef Bontrup ein, und zwar am 21. Mai um 19 Uhr in das Audimax des Campus Recklinghausen der Westfälischen Hochschule.

Zwei prominente Verfechter alternativer Wirtschaftsmodelle treffen zu einem Diskurs aufeinander: Der international als Redner gefragte Christian Felber aus Wien (Angaben zur Person siehe im gesonderten Kasten), stellt das Erfolgsmodell der von ihm initiierten Gemeinwohlökonomie als „Wirtschaftsmodell mit Zukunft“ vor, während der emeritierte Prof. Dr. Heinz Josef Bontrup die Sichtweisen der „Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik“ gegenüber stellt.

Ethische Unternehmensführung
„Das wird eine besonders spannende Veranstaltung auch für interessierte Unternehmen aus der Region“, versprechen die Initiatoren vom iWiPo-Institut, denn „alle reden angesichts der Krisen der Gegenwart über notwendige ökologische und soziale Erneuerung und über Nachhaltigkeit – die Gemeinwohl-Ökonomie mit ihren über 600 Pionier-Unternehmen praktiziert sie längst mit ethischer und humanistischer Unternehmensführung“. Diese beruhe nicht allein auf Gewinnstreben und Konkurrenz, sondern auf Gemeinwohlstreben und Kooperation mit positiven Wirkungen für den Betrieb, den Markt und die Gesellschaft. Ziel sei es, die Gesetze der Marktwirtschaft mit den Grundwerten demokratischer Gesellschaften in Übereinstimmung zu bringen.

„Die erfolgreichsten Unternehmen sind jene, die sozial verantwortlich, ökologisch, demokratisch und solidarisch agieren sowie die Unterschiede bei Einkommen und Vermögen reduzieren helfen. Es geht nicht mehr vorrangig ums Geld, sondern um Sinn und Beziehung“, betonen die Anhänger der Gemeinwohl-Ökonomie. In der betrieblichen Gemeinwohl-Bilanz gehe es deshalb auch um innerbetriebliche Mitbestimmung, menschenwürdige Arbeitsplätze; faire Arbeitsverträge, Kundenbeteiligung und Transparenz der Lieferbeziehungen, umweltschonende Produktion  usw.

Hunderte Unternehmen in Europa praktizieren Gemeinwohlökonomie
Eine aktuelle wissenschaftliche Studie über Gemeinwohlökonomie mit 200 beteiligten Firmen hat nachgewiesen: „Ethisches und nachhaltiges Management trägt nicht nur zum Gemeinwohl bei, sondern stärkt auch die finanzielle Situation einer Unternehmung, deren Innovationsfähigkeit und die Motivation der Beschäftigten“. Inzwischen haben 400 überwiegend kleinere und mittlere Unternehmen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Spanien eine Gemeinwohlbilanz erstellt, mit positiven Auswirkungen auf ihre Verkaufszahlen, die Produktivitätssteigerung und die Erschließung neuer Märkte. Ein dadurch vom Gemeinwohl geprägtes Sozialwesen soll auch künftigen Generationen ein gleiches Versorgungsniveau ermöglichen, so das erklärte Bestreben der Gemeinwohlökonomie-Bewegung.

Diese hat nach eigenen Angaben aktuell 11.000 Unterstützer, mehr als 2000 Aktive in über 150 Regionalgruppen, 30 Vereinen und ca. 600 Unternehmen  und Organisationen. Auch 60 Städte und Gemeinden sowie 200 Hochschulen weltweit und ein eigner Forschungsverein verbreiten die Gemeinwohl-Ökonomie, setzen sie um oder entwickeln sie weiter. Zudem gibt es in Italien bereits den ersten Lehrstuhl für Gemeinwohlökonomie an der Hochschule in Valencia.

„Die Idee der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) beschreibt eine alternative Wirtschaftsordnung zu Kapitalismus und Kommunismus als fundamentaler Neuansatz“, so lautet der Anspruch der Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung – mit reichhaltigem Diskussionsstoff in Recklinghausen unter dem Motto: „Wirtschaft und Geld auf den Kopf gestellt“. Dabei geht es auch um ein nachhaltiges Geld- und Finanzsystem sowie um eine ethische Welthandelsordnung in Zeiten der globalen Handelskriege.

Zu den Akteuren:

Christian Felber (Magister)

ist international gefragter Referent, bekannt auch aus Funk und Fernsehen, zeitgenössischer Tänzer, Hochschullehrer und Autor von 15 Büchern, darunter mehrerer Wirtschaftsbestseller („50 Vorschläge für eine gerechtere Welt", "Neue Werte für die Wirtschaft“, „Gemeinwohl-Ökonomie“, „Kooperation statt Konkurrenz“, „Ethischer Welthandel“). Der Titel „Geld. Die neuen Spielregeln“ wurde als Wirtschaftsbuch des Jahres 2014 ausgezeichnet, die „Gemeinwohl-Ökonomie“ 2017 mit dem ZEIT-Wissen Preis. Die Recklinghäuser Buchhandlug Attatroll wird am Vortragsabend einen Bücherstand anbieten. Felber initiierte den Aufbau des Projekts „Bank für Gemeinwohl“ und der „Gemeinwohl-Ökonomie“. Der 1972 geborene Salzburger studierte Spanisch, Psychologie, Soziologie und Politikwissenschaft in Madrid und Wien, wo er heute lebt. Er ist die prominenteste Stimme der Globalisierungskritik in Österreich und Mitbegründer von Attac.

www.christian-felber.at

Prof. Dr. em. Heinz-Josef Bontrup

der bekannte Diplom-Volkswirt und Dipl.-Betriebswirt war bis 2019 Lehrbeauftragter mit dem Schwerpunkt Arbeitsökonomie an der Westfälischen Hochschule, dort auch im Senat und Fachbereichsrat, zuvor Abteilungsleiter bei einem Bremer Wissenschaftsinstitut und zeitweilig Arbeitsdirektor bei den Stahlwerken Bochum (Thyssen).Er ist langjähriger Sprecher der  Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik („Memorandum-Gruppe“), die seit 40 Jahren das Gegengutachten zum Sachverständigenrat der Bundesregierung herausgibt), ferner Direktor und Vorstandsmitglied im Westfälischen Energieinstitut an der Westfälischen Hochschule. Außerdem war er u. a. Mitglied im Expertenrat der Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen , wissenschaftlicher Sachverständiger in der Enquete-Kommission III des Landtags in Nordrhein-Westfalen zur „Bewertung der Tragfähigkeit der öffentlichen Haushalte in NRW unter den Bedingungen der Schuldenbremse und des demografischen Wandels in der Dekade 2020 bis 2030“, zudem Vertrauensdozent der Hans- Böckler-Stiftung und Mitglied der IG Metall; Mitglied im Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi) und Mitglied des Präsidiums des gemeinnützigen Institutes für Wissenschaft, politische Bildung & gesellschaftliche Praxis – iWiPo. Zahlreiche Veröffentlichungen und Bücher, zuletzt erschein 2018 „Wirtschaftsdemokratie“ und „Wohnst du noch?“.

 


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